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Auswilderung

Ein Heft das aufzeigt, wie man aus täglichen Todos interessante
künstlerische Untersuchungsprozesse werden lassen kann

auswilderung

 


 

 

Eine Ausstellung in der Amerika Gedenkbibliothek

AGB Cover web

9.9.2016 – 13.10.2016

PUBLIC LIBRARY zeigt ortsspezifische Kunst für die Dauer einer Ausstellung in der Amerika Gedenkbibliothek in Berlin.
Mit unserem Vorhaben wollen wir künstlerisch über die AGB heute nachdenken. Der Titel der Ausstellung PUBLIC LIBRARY 3.0. ist eine Anspielung auf den Kulturbildungsauftrag der Amerika Gedenkbibliothek, den sie qua Konzept der
Public Libraries, (wie es sie vor der Gründung der AGB nur in den USA gab) gegenüber der Bevölkerung vertritt. Das Projekt umkreist die interaktive, Bedeutungen lernende Umorganisation der Bibliothek, die sich entlang der Bedürfnisse ihrer Nutzer_innen entwickelt

www.publiclibrary.de

Gefördert vom Hauptstadt Kulturfond, ein Projekt von Katharina Hohmann und Christiane ten

Hoevel


 

 

denkmitderhand handbuch2015

Denk mit der Hand - Handbuch. 114 Seiten, Bestellen bitte hier >>>

 


  Umschlag paradies bibliothek 2015

Buch zu fiktiven künstlerischen Projekten für die AGB (Revolververlag 2014)

Ich habe mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt*
Künstlerische Vorschläge für die Amerika Gedenkbibliothek, Berlin

 

Hg.: Katharina Hohmann und Christiane ten Hoevel
mit Beiträgen von 22 Künstler_innen: Bettina Allamoda • Arnold Dreyblatt • Eckhard Etzold • Nina Fischer / Maroan El Sani • Ceel Mogami de Haas • Adib Fricke • Aloïs Godinat • Kurt Grunow / Harry Walter • Katharina Hohmann • Christiane ten Hoevel • Kirsten Johannsen • Marine Kaiser • Stefan Krüskemper • Juliane Laitzsch • Seraphina Lenz • Isa Melsheimer / Annette Kisling • Michaela Nasoetion • Inken Reinert • Eva-Maria Schön • Ambroise Tièche • Stella Veciana • Ella Ziegler

 

*Zitat von Jorge Luis Borges


Zu bestellen hier: www.publiclibrary.de

 


 

 

 

wandwerkecover

"Wandwerke", 70 Seiten, 2015

  


 

 

 

cover kunstalstaetigesdenkenzeichnung2015

"Kunst als tätiges Denken", 48 Seiten, 2015

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 cover nichtrealisierteprojekte2015

"nicht realisierte Projekte", 48 Seiten, 2015

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2012 heft moeglich waere2
"Zwanzig Möglichkeiten etwas mit Kunstwert zu machen", 40 Seiten, 2013

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plastischedenkmodelle titel klein
"Plastische Denkmodelle - Anleitungen zum visuellen Denken", 48 Seiten, 2012

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architektur abc 2014

 Das Architektur ABC als Plakat

 


 

 

 2012 plakat nichtwissen2
Plakat "Nichtwissen", 2012

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 2011 plakat buchcover
Plakat "Cover für Bücher die noch geschrieben werden sollten", 2011

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Kurzprofil im DeutschlandradioKultur am 10.9.2008

 

Druckversion oder 

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Ich über mich

Mich interessieren Objekte und Situationen, die sich nicht eindeutig erklären, sondern komplexe Assoziationen und Gedankensprünge thematisieren. Sie eröffnen Momente in denen etwas Ungewöhnliches, etwas Unbekanntes stattfindet. Was zählt ist die Beziehung zwischen einem Objekt und seinem Umfeld, ein flüchtiges Aufscheinen von Bedeutung, die durch nichts gesichert ist als die momentane Situation. Die vielfältige Bandbreite von Erklärungsansätzen, die der Betrachter durchspielen kann, kann ihm die enorme Kreativität und Willensfreiheit seiner kognitiven Konstruktionsfähigkeit bewusst machen.

In meinen Bildern tauchen Figuren auf, die stellvertretend für das handelnde Subjekt stehen. Die handelnde Figur kombiniere ich mit Worten, die das Denken repräsentieren. Ich lasse das Bild die Hoheit über das Wort gewinnen, indem ich die schriftlichen Gedanken in Bildform vorführe. Die Schrift bleibt als Wort lesbar, ist jedoch gleichzeitig Bild. So werden Lesen und Betrachten eins. Dabei werden beide Gehirnhälften angesprochen und logisches und intuitives Denken verbinden sich zu einem simultanen Wahrnehmungsprozess.
Der Text in den Bildern führt vor, wie die Grenzen zwischen Bild und Text mehr und mehr verschwimmen. Mit dieser Grenzaufweichung geht ein verändertes Konzept der visuellen Wahrnehmung einher.

So hoffe ich an die Grenze zu gelangen zwischen Sagbarem und Unsagbarem, Zwischen Denkbarem und Undenkbarem. Dieser Ort ist die Grenze der Sprache und genau dort liegt ihr schöpferisches Potential. Wird dieses innovative Potential in unserem täglichen Sprachgebrauch, unserem täglichen Tun überall verankert, kann eine Neubeschreibung von Wirklichkeit gelingen.

Christiane ten Hoevel 2008
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Christiane ten Hoevels' Arbeit – Themen, wie Gestaltung und Präsentation - sehe ich als eine zeitgemäße Untersuchung des ästhetischen Handlungsbegriffes mit künstlerischen Mitteln. In ihren Objektenwürfen, die sie in Zeichnungen auf Papier und auf der Wand vorstellt, bietet sie dem Rezipienten reale oder vorgestellte Handlungsmöglichkeiten, die sein Tun reflektieren lassen. Ein solcher Moment der Irritation, des Innehaltens kann etwas bewegen, den Rezipienten zu bewußtem oder verändertem Handeln veranlassen.

Sowohl mit den oft absurden oder ironischen, an die Welt der Gebrauchsgegenständen angelehnten Objektenwürfen, als auch mit den ästhetischen Handlungsanweisungen erweitert sie auf spielerisch erfrischende, oft humorvolle Weise die Handlungsspielräume, die wir oft als beschränkt und nicht eigenständig entschieden erleben.

Ihr Medium ist die Zeichnung, die sie in ihrer Formulierungsfähigkeit präzise einsetzt und ständig weiterentwickelt. Dabei verbindet sie in klaren, farbenfrohen Ausdrucks-formen die Beherrschung traditioneller Zeichentechniken mit dem Einsatz des Computers als hilfreichem Werkzeug. Mit der Offenheit des medialen Einsatzes und der gleichzeitigen Treue gegenüber der Zeichnung eröffnet sie dem Medium Zeichnung ein vielversprechend erweitertes Entwicklungsfeld. Wie in der großen Tradition der Zeichnung, wird diese wieder vom bloßen Selbstzweck auch zu einem Mittel, das hier eine ästhetischen Transformation veranlassen kann.

Sowohl inhaltlich als auch formal halte ich diesen Arbeitsansatz für klug: den Betrachter scheinbar lässig zu involvieren, ihm spielerisch eine Haltung zu spiegeln und Alternativen anzubieten.

Ich empfinde ihre Arbeit als individuellen, eigenständigen Beitrag in der gegenwärtigen Kunstdiskussion.

Prof. Dr. Gabriele Oberreuter, 2007

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2012 plakat kunstforschung2 
Plakat "wie künstlerisches Tun Wissen schafft", 2010

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Forschungsexpose

In meiner künstlerischen Tätigkeit erlebe ich die Entfaltung metasprachlichen Wissens, das nicht diskursiv hergeleitet werden kann. Es ist an das Tätigsein gebunden und existiert häufig nur im Moment des Tuns. Mit dem Bewußtwerden dieses Phänomens wächst das Bedürfnis, den Zusammenhang von künstlerischem Tun und Wissensbildung nicht nur zu erfahren, sondern – soweit das möglich ist - auch verstehende Worte dafür zu finden, darüber reflektieren zu können.Zugänge sollten sich öffnen lassen für eine „Wissensgenerierung“, die im künstlerischen Tun steckt. Damit ist die Hoffnung verbunden, dieses Wissen bewusster in künstlerische Arbeiten einbinden zu können und in der künstlerischen Lehre fruchtbar einsetzen zu können.

Hierzu möchte ich eine praktisch-theoretische Arbeit machen, für die ich noch einen geeigneten Forschungsrahmen suche.

Wenn Sie mehr erfahren darüber wollen, schicken Sie mir bitte eine mail